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Priesterweihe

Bedenke, was du tut,

ahme nach, was du vollziehst,

und stelle dein Leben unter das Zeichen des Kreuzes.

                                                                                   Aus der Liturgie der Priesterweihe

 

Jesus Christus hat am Abend vor seinem Sterben mit seinen Jüngern Mahl gehalten und ihnen dabei den Auftrag gegeben: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ (Lk 22,19)

 

Zuerst waren es die Jünger, die diesem Auftrag Jesu gefolgt sind und in seinem Namen das Brot brachen, die Sakramente spendeten.

 

Später haben sich dann immer wieder Menschen von Jesus in dieser besonderen Weise rufen lassen; sie wollten ihm nachfolgen mit Leib und Seele, mit ihrem ganzen Mensch-sein; selbst Folter, Verfolgung, ja der Tod schreckte sie nicht.

Heute werden Menschen durch die Priesterweihe in diese besondere Nachfolge gerufen.

 

„Wer geweiht wird, empfängt eine Gabe des Heiligen Geistes, die ihm eine heilige Vollmacht gibt und von Christus durch den Bischof verliehen wird. … Ein katholischer Priester handelt nicht aus eigener Kraft oder eigener moralischer Vollkommenheit heraus, sondern stets „in persona Christi“. Durch seine Weihe wächst ihm die verwandelnde, heilende, rettende Kraft Christi zu.“ (Jugendkatechismus, Nr. 249f)

 

Weil ein Priester nichts aus sich selbst hat, sondern nur von Gott her, ist er vor allem ein Diener. Das Erkennungszeichen jedes echten Priesters ist daher ein demütiges Staunen über seine eigene Berufung.

 

„Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ (Jak 5,14f)