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Krankensalbung

Selbst die allerschlechteste christliche Welt würde ich der besten heidnischen vorziehen, weil es in einer christlichen Welt Raum gibt für die, denen keine heid-nische Welt je Raum gab: für Krüppel und Kranke, Alte und Schwache, und mehr noch als Raum gab für sie: Liebe für die, die der heidnischen wie der gottlosen Welt nutzlos erschienen und erscheinen.               

                                                                                         Heinrich Böll (gestorben 1985)

 

 

Viele ältere Menschen haben bis heute mit der Krankensalbung ein Problem.

Grund dafür ist, dass die Krankensalbung zu früheren Zeiten – zu Unrecht – die „letzte Ölung“ vor dem Tod war. Leider steckt dieses Missverständnis bis heute in den Köpfen der Gläubigen fest. Nicht die Kirche hat die Krankensalbung zum Sterbesakrament gemacht, sondern es waren die Angehörigen, die oft den Pfarrer erst dann zur Krankensalbung geholt haben, wenn der Kranke keine Aussicht mehr auf Besserung hatte oder sogar bereits das Bewusstsein verloren hatte.

 

Die Krankensalbung ist kein Abschiedssakrament; ganz im Gegenteil!

Sie ist eine Feier mitten im Leben eines Menschen. Sie ist ein Zeichen der helfenden Nähe Gottes für jeden an Leib und Seele Erkrankten, der Hoffnung auf Genesung hat.

 

Durch die Salbung soll der Mensch gestärkt und aufgerichtet werden.

Es geht einerseits um das Gesundwerden, andererseits darum, die Krankheit, wenn sie unabänderlich ist, besser tragen und ertragen zu können.

Das Alter spielt bei der Krankensalbung keine Rolle. Auch junge Menschen, selbst Kinder, können die Krankensalbung empfangen. Der Empfang ist mehrmals möglich.

 

Die Krankensalbung erinnert uns an die göttliche Zusage, die unser Leben trägt:

 

Auch wenn du im Moment unter deinen Schmerzen zusammenzubrechen drohst, auch wenn du klagst und verzweifelt bist, bist du nicht allein. Gott ist bei dir und steht dir bei.

 

Die Krankensalbung kann empfangen werden bei jeder schweren gesundheitlichen Stö-rung, vor einer Operation, bei einer mehrwöchigen Krankheit, bei schwacher Gesundheit und auch bei seelischer Erkrankung.

 

Wollen Sie die Krankensalbung empfangen, so wenden Sie sich bitte an Pfarrer Anton Brandstetter und vereinbaren Sie mit ihm einen Termin.

 

„Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten“.

                                                                                                                      (Jak 5,14f)